Protect the Maledives!

Bedingt durch den Klimawandel und die globale Erderwärmung steigt der Meerespegel für einige Natur- und Urlaubsparadiese bedrohlich an. Leider gilt dies auch für die Malediven, so dass es leicht passieren könnte, dass die wunderschönen Inseln schon in nächster Zukunft nur noch zum Teil zu bereisen sind oder sogar gar nicht mehr existieren. Nach neuesten Prognosen ist es nicht ausgeschlossen, dass die Malediven bis 2100 fast vollständig überflutet sein könnten.

Der Klimawandel und seine Folgen

Für dir globale Erderwärmung wird vor allem der weltweite CO2 Ausstoß verantwortlich gemacht, der dazu führt, dass die Polkappen schmelzen und somit der Wasserstand der Meere immer höher ansteigt. Besonders für Inselstaaten, wie die Malediven, die sich an den meisten Stellen kaum mehr als 2 Meter über dem Meer befinden, ist dies lebensbedrohlich.
Die OECD-Staaten sind dafür zu einem Großteil verantwortlich, da sie rund 54% der Treibhausgase produzieren. Daher haben sich diese Industriestaaten im Kyotoprotokoll verpflichtet, den Schadstoffausstoß bis zum Jahr 2012 um mindestens 5% im Vergleich zu 1990 zu senken.
Für den Präsidenten Mohamed Naseed ist dies nur ein geringer Trost, da sein Land mit gerade einmal 0,0012% praktisch nichts zum CO2-Problem beiträgt, aber Hauptleidträger der Folgen ist. Nichtsdestotrotz hat auch er das Abkommen unterzeichnet und sich und die Malediven sogar verpflichtet bis 2020 CO2-neutral zu werden.

Der Präsident der Malediven ergreift drastische Mittel

Der maledivische Präsident Nesheed ist enttäuscht darüber, dass die Weltgemeinschaft ein nur geringes Interesse an dem möglichen Überlebenskampf der Malediven und seiner Bewohner zeigt und versucht daher mit spektakulären Aktionen Aufmerksamkeit zu erregen.
So gab er erst vor kurzem bekannt, dass mit den Einnahmen aus dem Tourismus bereits Fonds angelegt seien, die im Notfall dazu benützt würden, Land in Indien oder Sri Lanka zu kaufen, damit die rund 300.000 Einwohner eine neue Heimat fänden, falls die Malediven tatsächlich untergehen sollten.
Und erst im Oktober 2009 ging der Präsident mit seinen 14 Kabinettsmitgliedern auf Tauchgang: Unter Wasser wurde eine Ratssitzung abgehalten, die der Weltöffentlichkeit in aller Deutlichkeit zeigen sollten, was der Klimawandel für sein Land bedeuten könnte. Dabei wurde ein Aufruf zum Klimaschutz verabschiedet und gleichzeitig gegen die Gleichgültigkeit der großen Nationen protestiert. Finden Sie hier weitere Informationen zur Thematik.