Geschichte der Malediven

Die Geschichte der Malediven ist nicht nur lang sondern wurde auch von vielen ethnischen und damit auch unterschiedlichen kulturellen Einflüsse bereichert, die alle ihre Spuren auf den Inseln hinterlassen haben.

Die Anfänge

Man geht heute davon aus, dass die ersten Bewohner der südlichen Maledivenatolle Singhalesen waren, davon zeugt der noch immer gesprochene Dialekt, der neben Arabisch sehr an Singhalesisch erinnert. Zudem wurden bei Ausgrabungen auch einige buddhistische Relikte gefunden.
Als erste schriftliche Erwähnung der Inseln gelten die Aufzeichnungen des Geografen Claudius Ptolemäus, der sein Wissen wiederum aus Überlieferungen der Phönizier bezog.
1343 wurde dann die erste historisch wichtige Abhandlung über die Malediven von Ibn Bautta, einem Forschungsreisenden und islamischen Gelehrten verfasst: Gestrandet durch einen  Schiffsbruch, verbrachte er ungefähr 2 Jahre auf den Inseln und beschrieb in seinem Reisetagebuch ausführlich die Sitten, Gebräuche und den Alltag der Bewohner. Zu seiner Zeit herrschte 35 Jahre lang, mit einigen kurzen Unterbrechungen, die Sultanin Khadeeja Rehendi, die auch heute noch sehr berühmt auf den Malediven ist.
Schon seit 1153 gilt der Islam als offizielle Religion der Malediven, die den Buddhismus abgelöst hat. Eingeführt wurde er durch Mohammed Ibn Abdullah, dem ersten Sultan der Malediven. Das Ende des Sultanats wurde übrigens mit  Mohammed Fareed-ul-Avval eingeläutet, der seine Amtszeit 1968 beendete.
Die praktische Umsetzung des Islams im Alltag jedoch ist weit weniger streng als in anderen islamischen Ländern, zum Beispiel trugen die Frauen nie ein Kopftuch, sondern waren in den frühesten Zeiten der Malediven zumeist nur spärlich mit einem Hüfttuch bekleidet.

Die Kolonialmächte erreichen die Malediven

Mit Beginn des 16. Jahrhunderts kamen die Portugiesen auf die Malediven, die Stück für Stück versucht haben, das Christentum einzuführen, Kirchen zu bauen und ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Gelungen ist ihnen dies aber nicht wirklich, da die Bewohner der Inseln erbitterten Widerstand geleistet haben und sie 1573 nach einem Guerillakrieg unter Führung Mohammeds Thakrufaan endgültig vertrieben haben.
Ab dem 17. Jahrhundert dann versuchten die Holländer Einfluss zu nehmen, die die Inseln aber nur tributabhängig machten, bis dann 1834  der Engländer Captain Moresby die Malediven kartografisch erfasste und damit den Grundstein für eine lange Zeit englischer Vorherrschaft auf den Inseln gelegt hatte: 1887 wurde ein Protektoratsvertrag geschlossen, der mit Tributzahlungen an England verbunden war; während des 2. Weltkrieges wurde ein Luftwaffenstützpunkt auf Gan eröffnet und erst 1976 wieder geschlossen, obwohl die Malediven bereits 1965 ihre volle Unabhängigkeit zurück erhalten hatten. 
Seit 1932 wurden Demokratisierungsprozesse gestartet und somit das Sultanat beendet. Die erste Republik wurde 1953 unter Amin Didi gegründet. Die erste Ära ist durch mehrere Putschversuche und monarchische Unterbrechungen gekennzeichnet. Seit 1968 besteht die so genannte 2. Republik, die sich bisher als stabil erwiesen hat und die sie während ihres Urlaub Malediven auch kennenlernen werden.

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