Flora und Fauna

Natürlich finden sich trotz der abgeschiedenen Lage der Malediven auch dort einige Pflanzen- und Tierarten, die die typische Flora und Fauna der Inselgruppe bilden. Zumeist sind es zwar „importierte“ Tiere und Gewächse, daneben finden sich aber auch einige, die es nur auf den Malediven gibt.

Vom Flughund bis zum Tölpel

Besonders bekannt dürfte wohl der Flughund sein, der als eine Fledermausart nachtaktiv ist. Am Tag hängt er kopfüber in den Bäumen und dreht ab der Dämmerung seine Runden, wenn er auf Nahrungssuche geht. Sehr häufig trifft man auch auf den asiatischen Hausgecko. Er besucht gerne nachts die Häuser und Wohnungen, ist aber völlig harmlos, dafür aber ein erfolgreicher Insektenvertilger. Sein größerer Reptilienverwandter ist die Schönechse, die mit 40 cm Körpergröße auch fast überall auf den Malediven zu sehen ist. Besonders die Männchen sind leicht zu erkennen da sich bei ihnen Bauch und Kehle kräftig rot verfärben, wenn sie sich aufregen.
Vor Schlangen muss man sich übrigens auch nicht fürchten, da es nur zwei ungiftige Arten auf den Malediven gibt. Dafür haben sich aber zahlreiche Vogelarten auf den verschiedenen Inseln niedergelassen: Neben den weitverbreiteten Seevögeln wie Seemöwen und Seeschwalben, finden sich auch Reiherarten und Zugvögel wie zum Beispiel Bussarde. Auch geschützte Arten wie die Feenseeschwalbe und Regenbrachvögel sowie Masken- und Rotfußtölpel haben ihr Zuhause auf den Inseln gefunden.

Nutz- und Zierpflanzen

An dieser Stelle muss man wohl zugeben, dass die rund 250 verschiedenen Pflanzenarten der Inseln nur in den seltensten Fällen auch einheimisch sind und die Flora damit als artenarm zu bezeichnen ist. Am häufigsten sieht man die wild wachsenden Kokospalmen und Pandanussbäume, von denen es verschiedene Arten gibt – fünf davon nur auf den Malediven. Besonders berühmt sind auch die Banyan Bäume (auch Würgefeige), die bis zu 30 m hoch und einen Durchmesser von bis zu 300(!) m bekommen können, der sich aus dem dichten Geflecht seiner Luftwurzeln ergibt. Weit verbreitet ist auch der bis zu 3 m hoch wachsende Scaevola-Busch, der an seinen lederartigen Blättern und den weißen Blüten leicht zu erkennen ist. Daneben finden sich natürlich auch einige lokale Nutzpflanzen wie Papaya- oder Bananenbäume sowie der Brotfruchtbaum, Hirse, Süßkartoffeln und Manjok.